Bombastische Erlebnisse in Norwegen

Anfang September starteten wir etwas müde, aber trotzdem NOCH höchst motiviert, in Richtung Hamburg Airport. Der Flughafen war voller als gedacht… da hat die eingeplante Zeit wohl doch nicht ganz gereicht, um pünktlich beim Boarding zu sein, sodass wir bereits den ersten Flug nur knapp erwischten. Gut gelaunt und zuversichtlich landeten wir gegen elf Uhr in Kopenhagen. Nachdem wir die Wartezeit zu unserem Anschlussflug überbrückt hatten, trat ein kleines Missverständnis auf. Dieses führte zu Verspätung, fehlenden Koffern und wütenden Passagieren. Den Walk of Shame in das Flugzeug werden wir wahrscheinlich alle nie vergessen. Nach all der Aufregung wurden wir herzlich in Ålesund willkommen geheißen und mit dem Nötigsten versorgt. Durch die freundliche Art der Norweger konnte die Sprachbarriere schnell überwunden werden. 

Gut ausgeschlafen ging es für uns am Dienstag auf Zeitreise in einem Museum. Hier erfuhren wir eine Menge über die Wikinger und deren Entwicklung. Danach lernten wir die Schule unserer Austauschpartner kennen. Dort gab es zum Mittag Pizza. Nach der Besprechung einiger nachhaltiger Konzepte, ging es dann zum spaßigen Teil. Wem Achterbahnen zu langweilig sind, der kann sich seinen Adrenalin Schub auch so holen: Gekleidet mit Brille, Halstuch und einem Anzug, den man bestimmt auch am Nordpol vorfinden kann, wagten wir uns mit dem Speedboat auf die stürmische See. Damit rauschten wir mit High Speed über bis zu zweieinhalb Meter hohe Wellen. Trotzdem schafften wir es eine atemberaubende Sicht auf die norwegische Natur zu haben und hatten das Glück wilde Seehunde zu sehen. Auch Frau Fuchs und Frau Nordholz gefiel die Abwechslung zu den monotonen Besuchen der Museen. Das Highlight des Barbecues am Abend war definitiv die Liste der nun besonders sicheren, nachgekommenen Koffer. Shoutout an alle die ihren Koffer wohl doch erst einen Tag später bekommen sollten. 

Am Mittwoch Morgen erkundeten wir das Aquarium und bekamen sogar die Möglichkeit, typisch Norwegisch zu kochen. Nachdem wir die selbst gemachten Fischnuggets probiert hatten, fuhren wir mit dem Bus zum nächsten Museum. Ehrlicherweise war das Einzige, was von dort hängengeblieben ist, dass wir ja nicht in den den Türen zu stehen haben. Den Rest des Tages verbrachten wir in den Gastfamilien. 

Donnerstag wurde es dann sportlich. Noch mit dem Gedanken, dass eine entspannte Wanderung vor uns liegt, erreichten wir den Geirangerfjord. Zunächst blickten wir auf eine umwerfende Landschaft. So etwas Schönes hatten die meisten von uns noch nie zuvor gesehen. Nach den ersten paar hundert Metern steilem Anstieg, wurde uns allen bewusst: Das hier hat nichts mit Entspannung zu tun. Ungefähr eineinhalb Stunden später hatten dann die meisten von uns das Ziel erreicht. Die faszinierende Schönheit des Wasserfalls ließ uns alle Anstrengungen vergessen. Der Weg hinunter war danach ein Klacks. 

Dies war leider schon unser letzter Tag in Ålesund, deshalb genossen wir die letzten Stunden mit unseren neuen norwegischen Freunden.

Ganz früh am Freitag mussten wir schweren Herzens Abschied nehmen. Für uns ging die Reise nun weiter nach Oslo. Dort verbrachten wir den Tag mit Sightseeing und Shopping. Wir übernachteten in einem Hotel, welches aufgrund der bunten Fassade, für Pipi Langstrumpf Fans bestimmt ein Highlight gewesen wäre. 

Aufgrund falscher Informationen über den Busfahrplan kamen wir Samstag Morgen erst eine Stunde vor Abflug am Flughafen an. Ausnahmsweise war das Glück auf unserer Seite und wir waren zur Abwechslung pünktlich am Gate. Zurück ging es zu unserem Lieblingsflughafen: Kopenhagen Airport. Wir verbrachten die dreistündige Wartezeit mit essen, schlafen und dem Lesen unserer Deutsch Lektüren. 

Das Flugzeug, welches uns nach Hamburg bringen sollte, bereitete uns schon vor dem Einstieg Sorgen… 

Trotz Flügel über den Fenstern, lauter Propeller und wackelnden Tischen landeten wir sicher in Hamburg. Selbst die Koffer haben es dieses Mal auf direktem Wege an unser Ziel geschafft. Die Zugfahrt nach Stade verlief problemlos und alle sind gut zu Hause angekommen. 

Wir persönlich können euch nur empfehlen an einem Austausch teilzunehmen. Für uns zählt das Kennenlernen einer neuen Kultur, der Einblick in eine unbeschreiblich schöne Natur und das Lernen von Selbstständigkeit. Wichtig ist es uns die internationalen Freundschaften, die in solch einer kurzen Zeit entstanden sind, aufrecht zu erhalten. Auch wir Deutschen sind unterwegs zu einer richtigen Gemeinschaft geworden. Wir würden es immer wieder tun!

von Karlotta Humpf und Jette Cordes