Die Athereporter treffen…: Bundestagspolitiker Oliver Grundmann

Einen Bundestagsabgeordneten trifft man nicht alle Tage. Mir ist dies allerdings geglückt – und ich habe die Chance direkt beim Schopf gepackt. Weil ich Interesse daran hatte, mal mit einem Politiker ein Interview zu führen, nutzte ich die Gelegenheit am 7. Februar bei einem CDU-Treffen im Hollerner Hof. Dort traf ich den Bundestagspolitiker Oliver Grundmann, der für die CDU seit 2013 den Wahlkreis Stade I-Rotenburg II im Bundestag vertritt und sich bereitwillig meinen Fragen stellte. So sprach ich mit dem gebürtigen Stader über seine Politik, seine Hobbys und Wünsche.
„Ich möchte meine Heimatregion voranbringen und einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten.“ Dies sind Oliver Grundmanns Motive, Politik zu betreiben und gleichzeitig auch zwei Wünsche für die Zukunft. Mittlerweile ist er schon seit sieben Jahren Abgeordneter im deutschen Bundestag und vertritt dort seine Heimat. Dabei hätte er als Kind gar nicht gedacht, später als Politiker zu arbeiten: „Eigentlich wollte ich früher gerne Schornsteinfeger werden, weil sie Glück bringen.“ So kam es dann aber doch nicht. Schon mit 15 Jahren trat er in die Junge Union und die CDU ein und fing an, sich politisch zu engagieren. Dabei ist er dann auch geblieben. Politisches Engagement hält er für besonders wichtig.
„Ich finde, dass junge Leute es einfach mal ausprobieren sollten, sich politisch zu engagieren.“ Viele Jugendliche tun dies bereit, beispielsweise durch Fridays for Future. Diese Organisation hat viel erreicht und ist auch ein wichtiger Impuls, allerdings reicht es nicht, nur mit Schildern durch die Gegend zu laufen, findet Herr Grundmann. Zudem hält er es ebenfalls für wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler weiterhin zur Schule zu gehen, um später zu studieren und die Forschung mit klimaschonenden Ideen voranzubringen.

Doch nicht nur Klimaschutz spielt für ihn eine wichtige Rolle, sondern auch, dass die Regierung stärker wird. „Ich hoffe, dass sich bei der nächsten Bundestagswahl eine kraftvolle Regierung unter Führung der CDU bilden wird.“ Ein Bündnis mit der Linken und der AfD lehnt der CDU-Politiker allerdings ab. Auch eine Koalition zwischen SPD und CDU hält er für wenig sinnvoll. Stattdessen hofft er auf ein Jamaika-Bündnis nach der Wahl im Jahr 2021, wie es derzeit in Schleswig-Holstein erfolgreich praktiziert wird. Genauso hofft er auf einen starken Parteivorsitz in der Union. Nachdem Annegret Kramp-Karrenbauer als Parteivorsitzende zurückgetreten ist, muss nun ein Nachfolger gesucht werden. Für den Parteivorsitz hat der verheiratete Vater von drei Söhnen auch schon einen Favoriten: „Ich bin ein Friedrich-Merz- Fan!“ Doch der 48-Jährige begeistert sich natürlich nicht nur für Friedrich Merz, sondern vor allem für Sport: „Ich bin schon mal bei einem Marathon in Hamburg mitgelaufen und jogge auch sehr gerne.“ Was er ebenfalls gerne tut, ist Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Doch natürlich hat Herr Grundmann nicht immer die Möglichkeit dazu. Schließlich hat er als Bundestagsabgeordneter viel zu tun, wahrscheinlich noch mehr als in seiner Schulzeit. Aber wie war eigentlich die Schulzeit von Herrn Grundmann? Sein Lieblingsfach ist Chemie gewesen, was er hingegen gar nicht leiden konnte war ein ganz besonderes Fach: „Ich war auf einem Wirtschaftsgymnasium und da hatten wir ein Fach namens Rechnungswesen. Das habe ich überhaupt nicht leiden können.“ Die Schulzeit allgemein war für den späteren Absolventen eines Jurastudiums dennoch sehr positiv, da er dort gelernt hat, sich durchzusetzen: „Durchboxen lohnt sich. Einfach die Ärmel hochkrempeln und weitermachen“, so lautet sein Motto. Man sollte immer positiv denken und genau dies tut Oliver Grundmann: „Ich denke, dass wir eine großartige Zukunft mit tollen Möglichkeiten haben werden.“

von Lydia Prigge

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