Neu am Athe: Perihan Özdemir

So ganz neu am Athe ist unsere Referendarin Frau Özdemir nicht mehr, schließlich geht sie bereits in ihr zweites Halbjahr an unserer Schule. Aber wie das so ist – als Lehrer in der Ausbildung ist der Tag immer zu kurz, weswegen ein Interviewtermin erst spät realisiert werden konnte. Nun haben wir es aber geschafft – und stellen euch die Lehrerin für Philosophie/Werte und Normen und Geschichte vor. Herzlich willkommen, Frau Özdemir!

Steckbrief

Name: Perihan Özdemir

Spitzname: Peri

Geburtsjahr: 28.08.1995

Geburtsort: Istanbul

Wohnort: Stade

Familienstand: Ledig

Lieblingsgetränke: Tee

Lieblingsessen: Pasta

Lieblingsfach: Geschichte

Fächer: Philosophie (WN), Geschichte

Hobbys: Kochen, Zeichnen, Theater

Interview

Jugendreporterin: Wie sind sie zum Athe gekommen?

Perihan Özdemir: „Ich hatte mich für das Referendariat beworben und habe einige Monate später erfahren, dass ich in Stade eingeplant wurde.“

War dies Ihre Wunschschule?

„Ich kenne mich in Stade und der Umgebung gar nicht aus. Es war eine Überraschung für mich. Aber ich habe viel Positives über die Schule gehört und bin auch glücklich hier zu arbeiten.“

Haben Sie sich schon eingelebt?

„Anfangs war es nicht ganz einfach, da meine Freunde und Familienmitglieder alle nicht hier in der Nähe wohnen. Doch mittlerweile fühle ich mich in der Stadt Stade, aber auch am Athenaeum sehr wohl.“

Was ist auf den ersten Eindruck das Besondere an dieser Schule?

„Die Schule zeigt ein hohes Engagement, insbesondere durch Aktivitäten wie z.B. die Robotik AG. Auch das Angebot des Kleidertauschraums ist lobenswert, da es aus umwelttechnischer Sicht wichtig ist, Kleidung auszutauschen und somit wertvolle Rohstoffe zu sparen. Die Tatsache, dass sich die SV für solche Projekte einsetzt, finde ich äußerst vorbildlich.“

Was finden Sie gewöhnungsbedürftig?

„Es scheint, dass das alte Lehrerzimmer renoviert wurde (sofern ich es richtig verstanden habe) und nun haben wir seit einiger Zeit ein Ersatzlehrerzimmer. Aufgrund seiner ungünstigen Lage besuchen nicht immer viele Kolleginnen und Kollegen das Ersatzlehrerzimmer. Glücklicherweise wird sich dies nach den Herbstferien wieder ändern.“

Was ist Ihnen sofort aufgefallen, als Sie das erste Mal hier waren?

„Besonders bemerkenswert ist die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aller Kolleginnen und Kollegen. Das hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich mich hier sehr wohl fühle.“

Warum sind Sie Lehrer geworden?

„Ich wollte schon seit der Grundschule Lehrerin werden. Meine Klassenlehrerin in der Grundschule hat mich dazu motiviert.“

Warum haben Sie die Fächer studiert, die Sie studiert haben?

„Geschichte war schon immer mein Lieblingsfach, da ich es stets als äußerst faszinierend empfand. In Bezug auf Philosophie wurde ich von einer Dozentin an der Universität angesprochen, ob ich Interesse daran hätte, dieses Fach zu studieren. Zuvor hatte ich bereits freiwillig an einem Philosophieseminar teilgenommen und meine Leistungen wurden von meiner Dozentin sehr positiv bewertet.“

Waren Sie schon immer Lehrer?

„Schon während meines Studiums habe ich begonnen zu unterrichten, sowohl an der Universität als auch an verschiedenen Schulen. Während meiner eigenen Schulzeit habe ich auch Nachhilfe gegeben. An unserer Schule hatten wir zudem verschiedene Projekte, wie zum Beispiel ‚Schüler schulen Senioren‘, bei dem wir älteren Menschen den Umgang mit digitalen Medien beigebracht haben. Ebenfalls gab es das Projekt ‚Schüler schulen Schüler‘, bei dem ältere Schülerinnen und Schüler den jüngeren Nachhilfe gegeben haben.“

Werden Sie Ihr Leben lang Lehrer bleiben?

„Das kann ich nicht hervorsehen. Erstmal ist mein Plan in dem Bereich weiterzuarbeiten.“

Was mögen Sie/stört Sie an Schülern?

„Es gibt keine Schülerinnen und Schüler, die ich mehr oder weniger mag. Ich respektiere und akzeptiere, dass alle Schülerinnen und Schüler unterschiedlich sind. Für mich ist es aber wichtig, dass alle miteinander respektvoll kommunizieren.“

Was für ein Typ Lehrer sind Sie?

„Respekt ist für mich von großer Bedeutung, da er zu einem angenehmen Arbeitsklima führt. In meinen Unterrichtsstunden bemühe ich mich, die Schülerinnen und Schüler aktiv einzubeziehen und vielfältige Aufgaben zu stellen. Mir liegt daran, dass nicht nur die Lehrkraft im Vordergrund steht und den Unterricht gestaltet, sondern dass die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden. Dies gelingt zwar nicht immer in jeder Stunde, aber ich strebe danach, es so oft wie möglich umzusetzen.“

Was ist ihr Lieblingsort am Athe?

„Der Schulgarten ist für mich ein schöner Ort. Als jemand, der die Natur sehr schätzt, freue ich mich darüber, dass unsere Schule einen solchen Ort bietet.“

Wer ist die witzigste Person am   Athe und warum?

„Ich hatte noch nicht die Möglichkeit alle Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen. Aber ich habe bereits im Unterricht von Herrn Trautmann hospitiert und ich fand ihn besonders witzig.“

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

„Ich war lange Zeit im Theater tätig, auch während meiner Schulzeit. Sobald ich die Gegend besser erkundet habe, würde ich gerne wieder damit beginnen. Außerdem habe ich eine große Vorliebe für das Reisen, Zeichnen und Kochen.“

Wie viele Kinder haben Sie oder möchten Sie mal haben?

„Ich möchte gerne zwei bis drei Kinder haben.“

Was ist ihr liebstes Reiseziel?

„Ich habe eine Vorliebe für Orte, die sowohl von Natur umgeben sind als auch eine historische Bedeutung haben. Besonders beeindruckt haben mich Städte, wie z.B. Bern, Prag und Mailand. In Zukunft möchte ich gerne Länder wie Island, Japan und Spanien (insbesondere Barcelona) besuchen.“

Was machen Sie, um zu entspannen?

„Musik ist sehr wichtig für mich. Ich höre sehr oft Musik, wenn ich glücklich oder traurig bin, aber auch zur Konzentration.“

Wie lange brauchen Sie, um eine Klassenarbeit zu korrigieren?

„Ich bin mir nicht sicher, aber normalerweise wird in den Fächern Geschichte und Philosophie/Werte und Normen viel geschrieben, daher kann es etwas länger dauern. Die Dauer hängt jedoch auch davon ab, in welchem Jahrgang die Klausur geschrieben wird.

Welchen Wunsch werden Sie sich in der nahen Zukunft erfüllen?

„Als Lehrkraft hat man auch in den Ferien sehr viel zu tun, aber ich werde gemeinsam mit meinen Freunden für ein paar Tage einen Städtetrip machen. Darauf freue mich, da ich meine Freunde hier auch nicht mehr jeden Tag sehen kann.“

Haben Sie ein Lebensmotto?

„Das Zitat von Nelson Mandela: „Das Größte, was man erreichen kann, ist nicht, nie zu straucheln, sondern jedes Mal wieder aufzustehen“

Wie wichtig ist Ihnen der Klimaschutz und was tun Sie dafür?

„Sehr wichtig. Ich nutze hauptsächlich öffentliche Verkehrsmittel. Außerdem bin ich seit über drei Jahren aus ethischen und umwelttechnischen Gründen Vegetarier, da die Fleisch- und Milchproduktion einen großen Beitrag zum CO2-Ausstoß leisten. Ich versuche auch auf kleine Dinge zu achten, wie das Herunterdrehen der Heizung, wenn es nicht notwendig ist, sowie den Kauf regionaler und saisonaler Produkte.“

Vervollständigen Sie bitte den folgenden Satz: „Wenn morgen die Welt unterginge, dann würde ich heute noch…:

„…meine Familie und Freunde treffen und mit ihnen Zeit verbringen.“

von Amilia Zerbe