Neu am Athe: Tanja Lohmann
Steckbrief
Name: Tanja Lohmann
Fächer: Deutsch und Biologie
Geburtsort: Stade
Geburtsjahr: 1994
Wohnort: Stade
Hobbys: Lesen, Kraftsport, Reiten
Lieblingsessen: Nudeln mit Sauce Bolognese
Lieblingsgetränk: Cola Zero
Lieblingstier: Hund
Ein Referendariat ist eine stressige Zeit. Resilienz, ein gutes Zeitmanagement und eine anpackende Art sind Grundvoraussetzungen, um diese Zeit adäquat bewältigen zu können. Tanja Lohmann scheint diese Eigenschaften in sich vereint zu haben. Zumindest ist das der erste Eindruck, den sie hinterlässt, als wir uns zum Fototermin treffen. Auf diesen ist sie besser vorbereitet als ich, denn im Gegensatz zu mir weiß sie direkt, an welchem Ort wir die besten Bilder für ihre Vorstellung auf der Homepage schießen können. Und der erste Eindruck verfestigt sich im Laufe des Gesprächs – denn an einem Tag von Tanja Lohmann darf es keinen Leerlauf geben… Die Sonne scheint und ich sitze an einem weißen Tisch in einem der Biologiefachräume. Mir gegenüber sitzt eine sportliche junge Frau, die mich erwartungsvoll anschaut und auf meine Fragen wartet. Zum neuen Schuljahr 2025 startete Frau Lohmann ihr Referendariat am Athenaeum in Stade. Sie ist auch in dieser Stadt geboren und absolvierte ihr Abitur bereits mit 17 Jahren am Vincent-Lübeck-Gymnasium. Nach dem Abi jobbte die sie ein Jahr lang, bevor sie ihre Ausbildung zur Altenpflegerin begann. Schon immer hatte sie ein großes Interesse an Medizin und ihr gefiel der soziale Kontakt, welcher mit diesem Werdegang verbunden war.
Aufgrund der geringen Wertschätzung, der diesem Beruf oftmals von Menschen entgegengebracht wird, war ihr früh klar, dass das nicht ihr „für immer“ sein würde, doch die dreijährige Ausbildung brachte sie dennoch weiter im Leben. Selbstreflektiert erzählt sie mir, dass ein Abitur mir 17 in ihrem Fall zu jung gewesen sei. Persönlich nimmt sie die Hochschulreife als ein Attest der Reife eines Menschen wahr, und ist der Meinung, damals noch nicht reif genug gewesen zu sein. Erst in der Ausbildung habe sie gelernt, sich besser zu strukturieren. Kurz nachdem die ehemalige Altenpflegerin begonnen hatte zu arbeiten, entschied sie sich dazu, das Deutsch- und Biologiestudium auf Lehramt zu beginnen. Deutsch, da sie gerne lese und sie der Grammatikunterricht schon immer fasziniert habe, Biologie, weil sie naturverbunden sei und sie Themen wie der menschliche Körper spannend finde. Lehrerin möchte sie werden, da sie gerne Dinge erklärt und überzeugt ist, dass dies ihr auch liege. „Es bereitet mir Freude, jemandem etwas beizubringen“, betont sie. Ihren Bachelor machte sie in Hannover, ihren Master in Hamburg. Das Biologiestudium nahm sie als sehr anstrengend wahr, aufgrund von hohen Anforderungen und einer ebenso hohen Durchfallquote. Deutsch hingegen fand sie persönlich um einiges weniger fordernd. In der Phase des Bachelorstudiums wurde sie geplant schwanger mit ihrem ersten Sohn, weshalb sie in dieser Zeit viele Uni-Kurse absolvierte und so im dritten Semester ein geringeres Arbeitspensum hatte. Nach der Geburt nahm sich die junge Mutter ein Jahr Pause und danach begann die Covid-Pandemie, wodurch sie viele Online-Kurse belegte und ihren Master mehr oder weniger als Fernstudium absolvierte. Dank der Unterstützung ihrer Familie und ihrer eigenen harten Arbeit war es ihr möglich, bis hierher zu kommen. Zum Ausgleich nach einem stressigen Arbeitstag gibt Frau Lohmann Fitnesskurse, geht joggen und liest. Ihre Lieblingsbuchreihe ist „Harry Potter“, damit ist sie aufgewachsen und verbindet es mit vielen schönen Erinnerungen. Jedes Mal, wenn sie es erneut liest, sei sie etwas nostalgisch. Die Nachmittage verbringt die Hundeliebhaberin mit ihren mittlerweile zwei Kindern oder bewältigt die anstehenden Aufgaben des Vorbereitungsdienstes. Am Wochenende, sollte sie einmal nichts für die Schule machen müssen, versucht Frau Lohmann, einen Ausgleich zwischen Aktivitäten und Ruhephasen hinzubekommen – bei zwei Kindern und einem Referendariat kann man sich vorstellen, wie ihre Wochenenden derzeit aussehen… Dennoch: Der Ausgleich zur Arbeit ist ihr sehr wichtig, denn wenn man nicht für sich selbst da sei, dann könne man auch für niemand anderen da sein, ist sich die passionierte Reiterin sicher. Frau Lohmann möchte die Art Lehrerin sein, mit der Schülerinnen und Schüler offen sprechen können, die aber andererseits auch respektiert wird und in ihrer Person wahrgenommen wird. Unsere Referendarin wirkt auf mich wie ein sehr aktiver Mensch, der gerne mit anpackt und immer energiegeladen ist. Ich freue mich, dass sie zu uns an die Schule gekommen ist und wünsche ihr eine schöne Zeit am Athenaeum.
von Tessa Burfeind