Athe-aktuell: Basketballer verpassen Berlin knapp – und sind doch zurecht stolz
Am Ende reichte es nicht ganz für unsere Basketballer der Jungs, um nach Berlin zu fahren – und dennoch sind die erzielten Ergebnisse alle Ehren wert, denn dass sich sowohl die U16 als auch die U18 für das Landesfinale qualifizieren, was ein Novum. Und auch die Qualifikation der U14-Mädels für das Landesfinale war ein Riesenerfolg – und ein unvergessliches Erlebnis. Steve Göde betreute alle Teams für das Athe – und berichtet rückblickend stolz und emotional auf das, was da passierte.
Bezirksentscheid Basketball der Jungen U18 und U16
Ort: VLG
Coach: Steve Göde
Gegner: Buchholz, Scheeßel, WRS Lüneburg
Ergebnis: Qualifikation für die Landesmeisterschaften (Final Four der besten Schulmannschaften Niedersachsens)
Die U16-Jungs überrollen die Konkurrenz
Nachdem die Mädchen der U14 bereits Anfang Februar die Qualifikation zur Landesmeisterschaft auf sensationelle Art eingetütet hatten, wollten nun die Jungs der U16 und U18 nachziehen. Letztes Jahr wurde unser Team in genau derselben Konstellation Vize-Landesmeister und ging somit auch als klarer Favorit in den diesjährigen Bezirksentscheid.
Die Ergebnisse haben gezeigt, dass mit dem Athe zu rechnen ist. Keiner der gegnerischen Teams konnte nur annähernd mit dem Spielniveau und -tempo unserer Jungs mithalten. Eine Punktedifferenz von mehr als über 200 spiegelt die Dominanz wider, mit welcher unsere Jungs das Turnier beendeten. Alle unserer Jungs punkteten nach Belieben und jeder trug zum Teamerfolg bei. Im Landesfinale warten nun die Gewinner der anderen Schulbezirke. Im letzten Jahr war Göttingen im Finale die Endstation für unser Team, mal schauen, was dieses Jahr für unsere Jungs drin ist. Der Gewinner des Landesfinale qualifiziert sich für das Bundesfinale in Berlin.
Die U18-Jungs trotzen widrigen Umständen
Ort: VLG
Coach: Steve Göde
Gegner: Cuxhaven, WRS Lüneburg
Ergebnis: Qualifikation für die Landesmeisterschaften (Final Four der besten Schulmannschaften Niedersachsens)
Die Vorzeichen für die großen Jungs sahen nicht gut aus. Gegen Cuxhaven hatte man im Kreisgruppenentscheid noch knapp mit zwei Punkten gewinnen können, dieses Team musste man jetzt im Bezirksentscheid jedoch nochmal schlagen. Zu blöd, dass mit Joris Rohde ein Schlüsselspieler auf der großen Position verletzungsbedingt ausfiel. Letztes Jahr, zur genau derselben Zeit, musste Joris bereits pausieren und konnte nicht eingreifen. Damals verlor man gegen die WRS aus Lüneburg knapp mit sechs Punkten und verpasste die Qualifikation um Haaresbreite. Genau dieser Gegner wartete nun ebenfalls wieder auf unsere Jungs. Dem noch nicht genug, erwischte es am Abend zuvor auch noch Maximilian Spitzer, der gesundheitlich nicht in der Lage war, am Turnier teilzunehmen.
Absolut bitter, denn die Ambitionen dieses Teams waren so hoch. Selten hat das Athe so einen talentierten Jahrgang von Basketballern gehabt. Selten war die Konkurrenz aber auch so stark. Aber man wächst bekanntlich mit seinen Aufgaben und unsere verbliebenen Jungs, ergänzt durch „Last-Minute-Einsätze“ talentierter „Nicht-Basketballer“, zeigten, dass sie sich nicht einfach ihrem Schicksal ergeben würden.
In einem hochklassigen „Dreier-Vergleich“ gab es nur enge Spiele. Die Spannung war dementsprechend über den ganzen Turniertag zu spüren. Im Spiel zwischen Cuxhaven und den Lüneburgern setzten sich letztere knapp durch, dabei verletzte sich jedoch einer ihrer Leistungsträger am Knöchel. Die Cuxhavener lagen zwischenzeitlich bereits zweistellig in Führung, konnten aber den starken Einzelleistungen der Lüneburger nicht bis zu Ende trotzen. Unsere Jungs wussten, dass nur eine Top-Leistung gegen beide Teams zum Sieg reichen könne. Dementsprechend konzentriert starteten wir ins Spiel gegen Cuxhaven. Das gesamte Spiel blieb knapp. Nach kurzem Rückstand in den ersten Minuten gelang es den Stadern in Führung zu gehen und diese nicht wieder abzugeben. Das gesamte restliche Spiel behielt man die Führung, wobei das Spiel nie entschieden war. Bis zum Ende war es spannend.
Im Spiel gegen Lüneburg hieß es dann Finale, der Gewinner würde sich fürs Landesfinale qualifizieren. Auch dieses Spiel war hart umkämpft, ständige Führungswechsel prägten das Spiel. Dieses Mal sollte es aber kein knapper Sieg der Lüneburger über unsere Jungs werden. Mittlerweile war die Halle auch gut gefüllt und die Zuschauer sahen ein wirklich hochkarätiges Spiel mit tollen Aktionen auf beiden Seiten. Unsere Jungs waren am Ende einen Tick besser und hatten mit Jonte, Terje und Kaspar gleich drei Guards, die uns mit ihrem Scoring zum Sieg getragen haben. Bitter sollte aber die Verletzung von Jonte in den Schlussminuten dieses Spiels werden. Nach einem guten Drive zum Korb konnte er nur durch Foul gestoppt werden und landete unglücklich auf seinem Ellbogen. Bei Mads machten in den letzten 25 Sekunden des Spiels die Wade zu. In der letzten Auszeit wurde noch schnell gedehnt, um den Krampf zu lösen, Jonte musste die Freiwürfe mit verletztem Arm werfen und Kaspar brachte das Spiel mit einem weiteren guten Zug zum Korb zu Ende. Die Jungs haben alles reingeworfen und sich verdient für die Landesmeisterschaften qualifiziert.
Das gab es noch nie an unserer Schule…!!! Mit zwei Jungs-Teams im selben Jahr stellt das Athenaeum als einzige Schule in Niedersachsen sowohl in der U16 als auch der U18 im Basketball die Vertreter aus dem Schulbezirk Lüneburg. Wenn man bedenkt, dass auch noch die wU14 im Landesfinale steht, ist das schon beachtlich für eine Schule aus Stade, drei Mal unter den jeweils besten vier Schulmannschaften des Landes zu stehen!
Landesfinals Basketball der U16 und U18 Jungen in Scheeßel
Coaches: Steve Göde/Rüdiger Roy
Mit gleich zwei Mannschaften qualifizierte sich unsere Schule bei den Jungen im Basketball. In beiden Jahrgängen ging es nun um die Qualifikation zum Bundesfinale in Berlin. Noch nie zuvor haben wir es zeitgleich mit der U16 und der U18 ins Landesfinale geschafft. Die Konkurrenz war stark, so trafen wir auf die jeweils drei anderen Bezirksentscheid-Gewinner in Niedersachsen, ein „final four“, wenn man so will.
Die U16 mit einem unerwartet schweren ersten Spiel und dem anschließendem Finaleinzug
Zu Beginn ging es gegen das Käthe-Kollwitz-Gymnasium aus Hannover. Das Spiel war geprägt von Unkonzentriertheiten, sicher auch der Nervosität geschuldet. Keines der Teams konnte sich so richtig absetzten, sodass es bis zur letzten Sekunde auf Messers Schneide stand. 3 Sekunden vor Schluss, bei 2 Punkten Rückstand, war Paul nur noch durch Foul zu stoppen und musste an die Freiwurflinie. Beide Freiwürfe mussten rein, um uns in die Verlängerung zu retten und Paul blieb cool. Beide seiner Würfe flogen sauber durch den Ring, „nothing but net.“ In der Verlängerung gelang es unserem Team dann, die nötige Souveränität zurückzugewinnen, so dass das Spiel gewonnen werden konnte. Dadurch konnte man ein vorzeitiges Aufeinandertreffen mit den starken Göttingern im Halbfinale umgehen.
Nach einem recht souveränen Auftritt im Halbfinale sollte es dann aber im Finale soweit sein. Es war die Neuauflage des letztjährigen Finals, welches Göttingen mehr als verdient gewonnen hatte. Göttingen ging auch dieses Jahr wieder als haushoher Favorit in die Partie, jedoch konnten unsere Jungs lange Paroli bieten. Über die gesamte Partie hinweg zeigte sich dann aber der Qualitätsunterschied, welcher aber nicht mehr so groß war wie noch im Vorjahr. Das Spiel ging am Ende mit 10 Punkten verloren, dennoch verkauften sich unsere Jungs mehr als beachtlich. Mit dem erneuten Vize-Landesmeistertitel hat das Athe gezeigt, dass in Stade sehr guter Basketball gespielt wird. Wir sind total stolz auf die Jungs, ein klasse Erfolg!
Die U18 Jungs scheitern ganz knapp am großen Wurf, ein fader Beigeschmack bleibt
Die U18 Jungs konnten mit Joris und Maxi wieder auf zwei Spieler zurückgreifen, die noch in der Runde davor gefehlt hatten. Mit Jonte, der sich im Bezirksentscheid am Ellbogen verletzte, fehlte jedoch einer der entscheidenden Leistungsträger. Außerdem fehlte noch Levin, der seinen Verpflichtungen als Floorballer nachkam. Nichtsdestotrotz haben die Jungs mehr als nur einmal bewiesen, dass sie in der Lage sind Verletzungen zu kompensieren.
Das erste Spiel gegen Hannover konnte gewonnen werden, sodass man im Halbfinale gegen Wolfsburg spielen musste. Auch in diesem Spiel war man das klar bessere Team und qualifizierte sich zu Recht für das Finale.
Hier ging es gegen Vechta, eine sehr talentierte Mannschaft mit ebenfalls gut ausgebildeten Basketballern. Die erste Halbzeit verlief genau nach dem Geschmack von Coach Göde. Kaspar und Terje rissen das Spiel an sich und Joris sorgte für die nötige Präsenz unter den Körben. Es war vor allem Kaspar, der von den Gegnern nur kaum in den Griff zu bekommen war. Vechtas bester Spieler hatte sehr früh 3 Fouls und musste erstmal vom Feld, um nicht frühzeitig disqualifiziert zu werden. Mit einer Führung ging es in die Pause. Es blieben nun noch 10 Minuten, die über den Einzug ins Bundesfinale entscheiden würden. Die zweite Halbzeit blieb hochkarätig und beide Teams schenkten sich nichts. Das Spiel wurde nochmals deutlich physischer, vor allem weil auch die Ganzfeldpresse der Gegner immer besser wurde. Leichte Ballverluste auf Seiten unserer Jungs waren das Resultat und Vechta bestrafte das äußerst effektiv. Die Partie wurde auch hitziger, logisch, da alle Beteiligten wussten, um was es geht. Leider stellten die Schiedsrichter ihre Linie komplett um, sodass es für alle Spieler auf dem Feld schwer war, damit umzugehen. So wurden in einer fairen Partie, die jedoch wirklich physisch geführt wurde, auf einmal keine Fouls mehr gepfiffen. Stattdessen wurde aber unnötigerweise das einzige technische Foul im gesamten Turnier verteilt. Am Ende hatten die Jungs aus Vechta die Nase vorn und dürfen nach Berlin fahren. Sie haben sich einfach etwas cleverer den Umständen angepasst und vielleicht auch das Quäntchen mehr Glück gehabt. Zum Schluss bleibt nur zu sagen, dass beide Teams eine wirklich tolle Leistung gezeigt haben und mit Vechta ein verdienter Landessieger nach Berlin fährt. Wir wünschen den Jungs ganz viel Erfolg und sagen Glückwunsch zum Landesmeistertitel. Unseren Jungs gebührt aber auch ein riesiger Respekt. Ich bin megastolz auf diese Mannschaft!
Vom Hand- zum Basketball in drei Wochen – weibliche U14 schafft es sensationell unter die besten drei Teams in Niedersachsen
Für unsere Mädchen ging es am 5. März um den Landesmeistertitel in Quakenbrück. Gegnerinnen waren Schulen aus Göttingen, Osnabrück und Lüneburg. In der Basketballszene keine Unbekannten. Für unsere Handballerinnen, die erst vor gut drei Wochen mit dem Basketball in Berührung kamen, aber sicher absolutes Neuland. Schon Wahnsinn, was unsere Mädchen da geschafft haben. Nur noch vier Mannschaften im gesamten Bundesland – und wir waren eine davon. Mit Lüneburg kannten wir bereits einen der Top-Favoriten aus dem Bezirksentscheid. Für unsere Mannschaft ging es in erster Linie darum, den Wettkampf zu genießen und wertvolle Erfahrungen auf diesem Niveau zu sammeln. Druck war keiner mehr da, denn man war bereits die positive Überraschung bei Jugend trainiert für Olympia. Angereist sind wir schon einen Tag eher. Zusammen mit den Lüneburgern gab es noch am Abend ein gemeinsames Abendessen und anschließend durfte im Hotel übernachtet werden.
Am nächsten Tag startete dann das Turnier gegen die Mädels aus Osnabrück, Bundesliga-Stützpunkt und Mitfavorit auf den Turniersieg. Kurz vor dem Spiel wurde noch im Spaß darüber diskutiert, ob man überhaupt zum Korberfolg käme. Was aber in unsere Truppe steckte, sollte sich gleich im ersten Angriff des Spiels zeigen. Lotta Baatsch mit starkem Zug zum Korb, kurz abgestoppt und der Gegenspielerin mit einer Finte eine Flugstunde erteilt. Plötzlich steht es 2:0 und alle in der Halle staunen nicht schlecht. Osnabrück musste im weiteren Spiel dann doch mit voller Konzentration spielen, denn unsere Mädels haben sich wirklich stark verkauft. Am Ende wurden die Osnabrücker Mädels ihrer Favoritenrolle gerecht, sodass es im Halbfinale für unsere Mädels erneut gegen Lüneburg ging.
Das Duell fand so schon vier Wochen vorher im Bezirksentscheid statt, da kamen unsere Mädels auf gerade mal vier Punkte und Lüneburg scorte fast 50 Punkte gegen uns. Das Ziel war also klar, jedes Spiel nutzen, um etwas besser zu machen. Das Tollste an dem Spiel war am Ende aber nicht das Ergebnis, sondern der Umstand, dass jetzt zwei Teams gegeneinander spielten, die sich im Vorfeld angefreundet haben. Hier hat der Sport wieder einmal gezeigt, welche Werte wirklich wichtig sind. Unabhängig vom Ergebnis waren alle Spielerinnen auf dem Feld bereits Gewinnerinnen. Auch sportlich machten unsere Mädels einen riesigen Schritt nach vorn. Lüneburg sollte am Ende des Tages verdient Landesmeister werden und kein anderes Team, auch Osnabrück nicht, konnte im zweistelligen gegen diese tolle Mannschaft punkten. Kein Team? Doch, ein Team gab es! Die Handballerinnen aus Stade zeigten, dass sie auch das weitaus kleinere Ziel treffen können… Lüneburg gewann am Ende souverän, unser Team hat sich aber sicher den größten Respekt verdient.
Im Spiel um Platz 3 ging es dann gegen Göttingen. Lange Zeit war es ein enges Spiel und unsere Mädels verbesserten sich erneut, scorten mehr Punkte und auch in der Verteidigung ließ man weniger Punkte zu als noch in den Spielen davor. Mit Lotta Baatsch und Mona Willandsen taten sich zwei Spielerinnen hervor, die bei allen anwesenden Coaches für positives Stirnrunzeln gesorgt haben. Beide spielten ein Wahnsinnsturnier und haben gezeigt, welches Potenzial sie auch im Basketball haben. Das gesamte Team wusste einfach zu überzeugen, sodass ich als Coach nicht stolzer sein könnte.
Am Ende wurde es doch Platz 3, denn Göttingen hat zu alte Spielerinnen eingesetzt und wurde disqualifiziert…
protokolliert von Steve Göde