Athe-Rückspiegel: Mit dem Kasten-Bumerang-Test zum Blaulicht
Anfang Februar war die Polizei zu Gast am Athenaeum. Aber keine Sorge, der Grund war ein guter, denn in unserer Sporthalle fand ein Sporttest der Polizei Niedersachsen statt. Schüler*innen der Oberstufe durften sich für diesen Sporttest anmelden und testen, ob sie bereit für das Blaulicht sind. Der Test bestand aus einem Parcours- und einem Theorieteil, in welchen die Schüler Fragen an die Polizei stellen durften, was vor allem für Schüler*innen spannend war, die vorhaben, sich nach der Schule bei der Polizei zu bewerben.
Im Vorfeld des Tests haben wir noch ein Interview mit Polizeikommissarin Viviana Schulze (selbst eine ehemalige Schülerin des Athenaeums) geführt, die bei der Polizeistation in Harsefeld arbeitet, welche zur Polizeiinspektion Stade gehört. Begleitet wurde sie von der Polizeioberkommissarin Annika Alpers von der Polizeiinspektion Stade.
Jugendreporter: Die Polizei in voller Montur in unserer Sporthalle. Muss man sich Sorgen machen…?
Viviana Schulze: „Nein, keineswegs. Wir wollen heute den Schülerinnen und Schülern vom Athe den Sporttest der Polizei Niedersachsen anbieten, ihnen die Prüfungsbedingungen ein bisschen näherbringen, die Polizei nahbar machen und gucken, wie fit die Schüler sind. Also kein Grund zur Sorge, im Gegenteil.“
Und warum ausgerechnet am Athe?
„Wir haben bei uns in Niedersachsen bei der Polizeiausbildung nur den gehobenen Dienst und Einstellungsvoraussetzung dafür ist eine allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife, weswegen wir im Rahmen des Bildungsprojektes der Polizei zielgerichtet Gymnasien befragt haben.“
Über wen ist dann der Kontakt entstanden?
„Wir haben Frau Dörffer angeschrieben, worüber wir dann zum Kontakt zu Herrn Riekmann kamen.“
Und was genau erwartet hier jetzt die Teilnehmer in der nächsten Stunde?
„Die Teilnehmer können an unserem Sporttest teilnehmen, welcher sich aus einem Parcours, bestehend aus einem Kasten-Bumerang Test (Anmerkung der Redaktion: da muss man durch zwei Kastenelemente springen und einmal unter durch) zusammensetzt, wo sich dann noch ein Kraftteil anschließt, bei dem Frauen mit zwei schweren Kettlebells von 16 Kilo eine Strecke von 60 Metern zurücklegen und Männer mit einem Gewicht von 24 Kilo. Danach folgt ein kleiner Koordinationsteil, woran dann ein Rettungsteil anknüpft, wo man eine Puppe mit 70kg Gewicht auf einer Strecke von 15 Metern retten muss. Männer müssen bei diesem Test unter 1:40 Minute schnell sein und Frauen 2:00 Minuten.“
Was passiert, wenn man den Test bestanden hat?
„Wenn ich mit jetzt bei der Polizei beworben hätte, müsste man nach diesem Parcours noch einen 3000 Meter Lauf (welchen wir heute bei Interesse auch anbieten) absolvieren, dann geht es noch um Waffenhandhabung, aber das machen wir heute nicht. Und wenn man das alles geschafft hat, muss man noch ein Bewerbungsinterview und einen medizinischen Test durchlaufen. Dann ist man bei der Polizei.“
Was erwartet ihr von den Teilnehmern, die heute da sind?
„Motivation, Interesse, dass sie es bestehen und wenn sie Interesse entwickelt haben, dass sie sich bewerben.“
Wann ist man denn wirklich ein guter Polizist?
„Neben Motivation und Interesse natürlich auch Kommunikationsstärke, man sollte auch relativ mutig sein, ein Maß an psychischer Belastbarkeit mitbringen und fit sein.“
Und warum ist es trotz hoher Kriminalitätsrate in Deutschland immer noch so cool, ein Polizist zu sein?
„Man erlebt als Polizist einen sehr abwechslungsreichen Alltag, vor allem, wenn man im Streifendienst ist, ist kein Tag, wie der andere.“
Vielen Dank für das Interview.
„Gerne.“
von Erik Steffen in Zusammenarbeit mit Benjamin Mathews