Athe-aktuell: Jantje Reents – ein Mathe-Ass am Athe
Mit Jantje Reents aus der 5a hat das Athenaeum ein echtes Ass in der Mathematik in seinen Reihen. Die Schülerin schaffte etwas, was es seit langer Zeit am Athe nicht mehr gab: Sich für die Landesrunde der Mathe-Olympiade zu qualifizieren. Die Jugendreporter wollten deswegen genauer wissen, wie es dazu kam, wie der Tag verlief – und was Jantje nun für Pläne hat. Jantje hat einmal die Stunden der Olympiade aus ihrer Sicht beschrieben – und dann haben wir ihr noch einige Fragen gestellt.
Meine persönlichen Eindrücke vom Tag des Landesentscheides in Göttingen – von Jantje Reents
Dieses Jahr habe ich das erst Mal an der Mathematik-Olympiade teilgenommen.
Sie besteht aus drei Runden: einer Runde mit Aufgaben, die man zu Hause lösen konnte, einer Klausur in der Schule und der Landesrunde in Göttingen. Dort treffen sich Schülerinnen und Schüler aus ganz Niedersachsen, die sich für die Landesrunde qualifiziert haben.
Weil wir so weit fahren mussten, haben meine Mutter und ich vorher in einer Jugendherberge übernachtet. Am nächsten Morgen sind wir dann zum mathematischen Institut der Universität Göttingen gefahren. Dort wurden wir zuerst begrüßt und danach haben wir die Klausur geschrieben. Die Aufgaben waren schwierig, aber auch spannend.
Nach dem Mittagessen haben wir ein Gruppenfoto gemacht. Danach gab es einen bunten Nachmittag mit vielen Knobel- und Mathematikspielen zum Ausprobieren. Das hat richtig Spaß gemacht und war mein Lieblingsteil nach der Klausur. Zum Schluss gab es noch eine Siegerehrung.
Es war ein spannender Tag und ich fand es cool, so viele Kinder zu treffen, die Mathe mögen.
von Jantje Reents
Jugendreporterin: Jantje, zunächst einmal Respekt vor deiner Leistung. Das Athe hatte schon lange keinen Schüler mehr bei der Mathematik-Olympiade in der Landesrunde. Wie überrascht warst du, als du von deiner Qualifikation erfahren hast?
Jantje: „Vor der Arbeit war ich zuversichtlich und habe gedacht, dass ich das schaffen kann. Hinterher dachte ich, dass ich die Aufgaben zwar gut geschafft habe, aber, weil ich bei einer Aufgabe Schwierigkeiten hatte, dachte ich, dass ich es nicht in die 3. Runde schaffen würde. Deswegen war ich schon überrascht, als ich davon erfahren habe, aber nicht so doll.“
Du hast dich in der ersten Runde am Athe für die zweite Runde qualifiziert. Diese bestand aus einer vierstündigen Klausur. Was für Aufgaben musstest du dort lösen?
„Es gab Logik- und Kombinatorik-Aufgaben und man musste alle Lösungswege gut darstellen und begründen.“
Nur bei wenigen Schülerinnen und Schüler ist das Fach Mathematik beliebt – wie kommt es, dass du so ein Faible für dieses Fach hast?
„Meine Mutter ist Mathelehrerin. Ihr hat Mathe auch immer schon Spaß gemacht. Da liegt das wohl in der Familie. Schon im Kindergarten habe ich damit angefangen, einfache Knobel-, Plus- und Minusaufgaben zu lösen. Dabei hatte ich immer viel Spaß.“
Was macht dir am meisten Spaß in Mathe?
„Am meisten Spaß machen mir Logik- und Knobelaufgaben.“
Ist der Unterricht für so ein Mathe-Ass wie dich denn eigentlich langweilig?
„Manchmal ist der Unterricht für mich schon langweilig. Meistens macht er mir aber trotzdem Spaß, weil meine Mathelehrer meistens guten Unterricht machen.“
Du gehörtest in Göttingen mit zu den besten Teilnehmern, hast eine Platzierung unter den besten drei Schülerinnen und Schülern nur knapp verpasst. Wie stolz bist du auf deine Leistung?
„Ich bin schon sehr stolz auf meine Leistung.“
Weißt du schon, ob du später einmal etwas mit Mathematik in deinem Job machen möchtest?
„Ich weiß noch nicht genau, was ich in meinem Job später machen möchte, denke aber aktuell an etwas mit Pferden. Etwas mit Mathematik wäre für mich aber auch cool.“
Welchen Tipp kannst du deinen Mitschülern geben, wenn sie sich mit Mathematik etwas schwertun?
„Man sollte die Grundlagen gut können. Wenn man weiß, was man nicht so gut kann, sollte man es lernen. Das wichtigste ist aber, im Unterricht gut aufzupassen…“
Hand aufs Herz: Wie oft wollen Mitschüler deine Hausaufgaben abschreiben?
„In der Grundschule wollten viele Kinder meine Hausaufgaben abschreiben. Jetzt auf dem Gymnasium kam das noch nicht vor. Im Unterricht wollen meine MitschülerInnen aber manchmal meine Aufgaben abschreiben, das bleibt nicht aus…“
Danke für das Gespräch.
von Amilia Zerbe