Athe-persönlich mit Niklas Schwarz: „Die Welt ein kleines Stückchen verbessern“
Offiziell „zu Ende ausgebildet“ ist Niklas Schwarz in den kommenden Sommerferien – doch bereits jetzt ist er Teil des Beratungsteams mit Gabriele Heimann und Lisa Jensen. Herr Schwarz hat die Nachfolge von Herrn Dr. Washof angetreten. Im Interview gibt er uns einen Einblick in seine Ausbildung, seine Motivation und seine Pläne als Beratungslehrer am Athenaeum.
Steckbrief
Name: Niklas Schwarz
Fächer: Mathematik, Physik, Informatik
Spitzname: Den kennen nur meine Freunde
Geburtsort: Stade
Geburtsjahr: 1983
Wohnort: Stade
Familienstand: Verheiratet
Hobbys: Feuerwehr, Fahrrad fahren, googlefreies Smartphone
Lieblingsessen: Pizza quattro formaggi
Lieblingsgetränk: alkoholfreies Bier
Lieblingsfußballverein: BVB
Interview
Jugendreporterin: Herr Schwarz, warum haben Sie sich dafür entschieden, eine Ausbildung zum Beratungslehrer zu machen?
Niklas Schwarz: „Es ist ein spannendes Tätigkeitsfeld und ich glaube, dass es mir liegt, Beratungslehrer zu sein.“
Wie lange dauert die Ausbildung zum Beratungslehrer und wann sind Sie fertig?
„Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Ich werde sie im Juli 2027 abschließen.“
Wie gefällt Ihnen die Ausbildung zum Beratungslehrer bisher?
„Ich bin mit der Ausbildung sehr zufrieden.“
Was lernen Sie in der Ausbildung?
„Wir lernen viel Gesprächsführung und unterschiedliche Methoden, den Ratsuchenden zu helfen.“
Wie sieht ein typischer Tag in der Ausbildung aus?
„Wir beginnen mit einer Stimmungsrunde, in der jeder seine aktuelle Emotion zum Beispiel mit Wetter, einem Film oder auch einem Getränk darstellt. Daran schließt sich meist ein Theorieteil an. Nach der Mittagspause beginnen wir mit einem Energizer. Das können zum Beispiel Konzentrations- oder Bewegungsspielen sein. Nachmittags üben wir häufig das Gelernte in Kleingruppen. Meist werden Gespräche simuliert.“
Was interessiert Sie in der Ausbildung am meisten?
„Dass es vielfältige Lösungsansätze für jedes Problem gibt.“
Von wem schauen Sie sich in Ihrer Arbeit als Beratungslehrer etwas ab?
„Ich habe mit Frau Heimann und Frau Jensen zwei sehr kompetente Kolleginnen, die mir immer weiterhelfen. Aber auch von Herrn Washof, meinem Vorgänger, konnte ich mir bereits vor meiner Ausbildung einiges abschauen.“
Was haben Sie sich nach dem Ende Ihrer Ausbildung vorgenommen?
„Dort weitermachen, was ich jetzt begonnen habe.“
Was würden Sie sich für Ihre Zukunft als Beratungslehrer wünschen?
„Ich wünsche mir, dass Schüler und Schülerinnen sich rechtzeitig Hilfe holen, bevor die Probleme zu groß werden. Dies gilt besonders für die Jungs.“
Warum wollen Sie Schüler:innen helfen?
„Ich hoffe, mit jedem noch so kleinen Beitrag, unsere Welt ein kleines Stückchen zu verbessern.“
Wie stellen Sie sich die Arbeit als Beratungslehrer vor?
„Ich verstehe die Beratungslehrertätigkeit als niedrigschwellige, vertrauliche Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler, aber auch für Eltern und das Kollegium. Meine Aufgabe sehe ich darin, im lösungsorientierten“ Gespräch individuelle Wege zu finden und präventiv an schulischen Konzepten mitzuarbeiten.
Wie nehmen Sie die Probleme der Schülerschaft wahr? Werden es eher mehr oder weniger?
„Meine Wahrnehmung ist, dass es mehr wird. Das kann aber auch daran liegen, dass mit Problemen offener umgegangen wird.“
Haben sich die Probleme der Schüler in den vergangenen Jahren geändert oder sind es dieselben?
„Viele der Probleme lassen sich auf die Nutzung sozialer Medien zurückführen. Aber grundlegend bleiben sie gleich.“
Kann man Sie jetzt schon kontaktieren, wenn man ein Anliegen hat?
„Ja, sehr gerne. Vereinbart einfach einen Termin per Mail oder kommt montags in der 1. großen Pause in A110.“
Was wollen Sie den Schülern auf diesem Wege mitgeben?
„Vertraut auf eure eigenen Stärken, aber es ist völlig in Ordnung und clever sich Hilfe zu holen, um diese Stärken zu entdecken.“
Interview: Amalia Zerbe