Athe-persönlich: Unsere SV-Lehrkraft Christian Puls
Die SV ist ein Gremium, welches komplett aus Schülern besteht (Schülervetretung). Jedoch gibt es immer eine Lehrkraft, welche das Schuljahr über beratend tätig ist und bei Sitzungen und Arbeitsphasen anwesend ist, um die Schülerinnen und Schüler zum einen zu unterstützen, aber auch eine vermittelnde Rolle zu spielen. Seit etwa einem Jahr ist Herr Puls in dieser Rolle. Zeit also, ihn einmal zu seiner Person, seinen Aufgaben und seinen Zielen zu befragen.
Steckbrief von Christian Puls
Fächer: Deutsch und Geschichte
Geburtsort: Berlin
Wohnort: Hollern-Twielenfleth
Hobbys: Grillen, Geschichtsspurensuche, Rasenoptimierung und Volleyball
Lieblingsessen: Pizza – die geht eigentlich immer!
Jugendreporter: Warum haben Sie sich dazu entschieden, die SV-Lehrkraft am Athe zu werden?
Christian Puls: „Ich finde es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler mitgestalten können, was an ihrer Schule passiert. Dabei unterstütze ich sie sehr gerne. Außerdem lernt man sich in der SV noch einmal ganz anders kennen als im Unterricht – das hat mich an der Aufgabe besonders gereizt.“
Was sind als SV-Lehrkraft Ihre Aufgaben?
„Vor allem zuhören, beraten und gemeinsam überlegen, wie sich die Ideen der SV umsetzen lassen. An einer so großen Schule wie dem Athenaeum muss dabei einiges bedacht und abgestimmt werden. Manche Idee braucht deshalb mehr Vorbereitung als man zunächst denkt. Ich helfe bei organisatorischen Fragen und vermittle bei Bedarf zwischen der SV und anderen Beteiligten in der Schule.“
Waren Sie häufig in Entscheidungsprozessen und Planungen der SV involviert?
„Ich war immer wieder dabei und habe meine Perspektive eingebracht. Mir ist aber wichtig, dass die Mitglieder der SV ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Ich stehe gerne mit Rat und Tat zur Seite – schließlich ist es ihre Schülervertretung.“
Was hat Sie an der SV vielleicht überrascht oder was haben Sie anders erwartet?
„Mich hat positiv überrascht, wie viele Gedanken sich die Mitglieder über die Schule machen und wie viel Engagement sie neben Unterricht, Hausaufgaben und Klausuren mitbringen. Da ist ein großer Wille, etwas zu bewegen und die Schule mitzugestalten. Das bekommt man im normalen Schulalltag manchmal gar nicht so deutlich mit.“
Wie gefällt es Ihnen, SV-Lehrkraft zu sein, und haben Sie das Gefühl, ein Teil der SV zu sein?
„Mir macht die Zusammenarbeit Spaß! Ich finde es schön, gemeinsam Ideen zu entwickeln und unkompliziert miteinander ins Gespräch zu kommen. Dabei fühle ich mich als Teil des Teams – auch wenn ich für die Bezeichnung ‚Schülervertreter‘ vermutlich knapp zu alt bin.“
Was hat Ihnen noch nicht so gut gefallen, und wo gibt es noch Verbesserungspotenzial?
„Manchmal dauert es ziemlich lange, bis aus guten Ideen etwas Konkretes wird. Wir könnten noch klarer vereinbaren, wer welche Aufgabe übernimmt und bis wann. Das würde auch helfen, die Arbeit besser zu verteilen, damit nicht zu viel an Einzelnen hängen bleibt.
Außerdem fände ich eine gute Mischung aus größeren Vorhaben und kleineren Aktionen wichtig. Manche Projekte brauchen einfach einen langen Atem. Wenn zwischendurch etwas gelingt, das im Schulalltag direkt ankommt, motiviert das zum Weitermachen. Und ich glaube, dass die SV durch zwanglose gemeinsame Aktivitäten in und um die Schule noch stärker zusammenwachsen könnte.“
Was wünschen Sie sich für die zukünftige Zusammenarbeit mit der SV?
„Ich wünsche mir, dass die Mitglieder weiterhin offen sagen, was ihnen wichtig ist, und sich trauen, neue Ideen einzubringen. Dazu gehört auch, anzusprechen, wenn etwas nicht gut läuft oder Unterstützung gebraucht wird. Und dass wir gemeinsam dranbleiben, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt – mit Freude an der Zusammenarbeit und einer guten Portion Humor.“
Interview: Ole Gehrmann