Athe-Rückspiegel: Eine Reise ins Alte Rom – und das ganz ohne Zeitmaschine

Vom 30.08. bis zum 02.09.2026 waren wieder alle Lateinschüler:innen aus dem Jahrgang 7 vom Athe und VLG (Vincent-Lübeck Gymnasium) auf Römerfahrt (eine Fahrt nur für Lateinlernende) nach Haltern am See unterwegs, um das Leben der antiken Römer besser kennenzulernen. Ich war auch dabei und möchte hier meine Gedanken zu unserer Römerfahrt teilen.

Tag 1

Um kurz vor 8 Uhr bin ich am Parkplatz des Stadeums angekommen. Neben mir waren auch schon die Lehrer, mein Lateinkurs und die Lehrer und Schüler vom VLG dort. Kurze Zeit später sind unsere Busse angekommen, einer fürs Athe und einer fürs VLG. Nach ungefähr der Hälfte der vier bis fünf Stunden langen Fahrt haben wir einen Zwischenstopp in Kalkriese eingelegt. Dort fand im Jahr 9 n. Chr. die Varusschlacht statt. In dieser Schlacht haben einige Germanen unter der Führung des Germanen Arminius die Römer unter ihrem Feldherrn Varus überlistet und besiegt. Daher auch der Name Varusschlacht. Nach etwas Freizeit haben wir zuerst eine Führung durch den Außenbereich bekommen. Eine Hälfte der Klasse spielte die Römer, die andere die Germanen. Ich war ein Germane, und unsere Gruppe hat den „Römern“ ganz schön eingeheizt. Das fand ich sehr toll, es war eine echt witzige Idee. Danach haben wir eine Führung durch das Römermuseum gemacht. Hier hätte ich mir etwas mehr Zeit gewünscht. Dann gab es nach etwas Freizeit einen Workshop, bei dem man einen germanischen Glücksbringer aus Horn gebastelt hat. Diesen Workshop fand ich aber nicht so interessant. Insgesamt war ich aber sehr zufrieden mit unserem abwechslungsreichen Zwischenstopp. Schlussendlich sind wir an der Jugendherberge in Haltern am See angekommen. Nach dem Abendessen und dem Einrichten der Zimmer hatten wir noch etwas Freizeit und sind dann schlafen gegangen.

Tag 2

Wir wurden (wie jeden Morgen) um 7:00 Uhr von unserer Lehrerin Frau Harbort geweckt. Nach dem Frühstück und Lunchbox-Packen sind wir nach Xanten in den APX (Archäologischer Park Xanten) gefahren. Auf dem Gelände des APX war früher eine Stadt der Römer. Sie hieß Colonia Ulpia Traiana. Von ihr sind zwar nur die Fundamente übriggeblieben, aber darauf basierend, konnte man einige Teile der Stadt nachbauen: das Amphitheater, den Hafentempel, eine Taverne mit Küche und noch vieles andere mehr. Nach der Führung durch den Park hatten wir kurz Freizeit, bevor es Zeit für einen weiteren Workshop wurde. Es gab mehrere Workshops zur Wahl, ich habe eine altrömische Schreibtafel nachgebaut. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Andere Schüler:innen hatten Gelegenheit, Fibeln (Broschen zur Befestigung von Kleidung) aus Silberdraht zu fertigen, Gemmen (Schmucksteine aus Glas) zu ritzen oder Metallschildchen, sogenannte Tabulae, zu prägen. Anschließend hat uns Frau Harbort durch das dortige Römermuseum geführt. An sich fand ich den Park und das Museum ziemlich interessant, aber leider war das Personal nicht sehr freundlich. Danach ging es wieder zurück in die Jugendherberge.

Tag 3

Unser letzter Tag hat wieder mit Wecken, Essen und Lunchbox-Packen begonnen. Danach haben wir unsere Koffer gepackt und sind zum Römermuseum Haltern am See gefahren. Dieses Museum ist das kleinste Museum, das wir besucht haben. Besonders positiv ist mir dort die Führung über das Leben als Römischer Soldat zur Zeit der Eroberung von Germanien aufgefallen. Unser Führer war sehr engagiert, uns einen schönen Tag im Museum zu bereiten. Es gab ein sehr anschauliches Video zum Thema. Ansonsten fand ich auch das Thema Soldaten sehr interessant. Im Museum konnte man schmunzeln und originalgroße Römische Legionen aus Playmobilfiguren bestaunen:  Drei Legionen – 15.000 Minisoldaten mit ihrem Gepäck und Eselkarren. Das fand ich ziemlich lustig. Auch dort hatten wir wieder einen Workshop. Dieses Mal haben wir ein Namensschild eines Soldaten aus Leder geprägt. Leider ist der Buchstabe A in meinem Namen verrutscht. Danach haben wir ein Picknick in einem nachgebauten Römerlager gemacht. Dieses Museum fand ich insgesamt am besten, besonders wegen seiner familiären Atmosphäre und der tollen Führung. Danach ging es auf die Rückfahrt nach Stade. Wir waren um ca. 16.30 Uhr am Stadeum – sogar früher als erwartet.

Insgesamt fand ich die Römerfahrt sehr interessant – von der Jugendherberge über die Programmpunkte bis hin zur Gemeinschaft: Es war echt eine schöne Zeit in Haltern am See.

Links für weitere Informationen:

https://www.kalkriese-varusschlacht.de/index.html

https://apx.lvr.de/de/index.html

https://www.lwl-roemermuseum-haltern.de/de/ausstellungen-projekte-forschung/dauerausstellung

von Hannes Wessel

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