Athe-Rückspiegel: Praktikum zwischen Marzipankarotten und Eismaschine
Ich habe in den ersten zwei Wochen im März ein Schülerpraktikum bei der „Konditorei Brinkshoff“ in Buxtehude-Ottensen gemacht und ich dachte mir, ich gebe euch mal einen kleinen Einblick ins Praktikum, welches in diesem Jahr erstmals alle Neuntklässler absolvieren durften.
Am ersten Tag wurde ich sehr herzlich empfangen und mir wurde der Betrieb gezeigt. Danach durfte ich den Eisschrank neu einfüllen und später dann auch dabei zuschauen, wie das Eis gemacht wird. Irgendwann durfte ich dann sogar selbst probieren einmal Eis zu machen, aber das hat (wie erwartet) erstmal nicht so gut funktioniert. Es braucht Geduld und Geschick, mit der richtigen Rezeptur das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Aber dann schmeckt es himmlisch…
Am nächsten Tag war ich in einer anderen Abteilung – und zwar der Backstube, dem Herzen der Konditorei. Dort musste ich ziemlich viele Mürbeteigböden ausrollen und ausstechen (etwa 50 Stück), damit wir diese später beziehungsweise am nächsten Tag weiterverwenden konnten. Als ich damit fertig war, haben wir zusammen noch Kokosmakronen gebacken. Der Duft in so einer Konditorei ist schon etwas ganz Besonderes.
Am Donnerstag (mittwochs ist Ruhetag) ging es dann weiter mit Eiern trennen, aufschlagen und so weiter. Eben alles, was gute Konditoren alles per Hand machen – und nicht die Maschinen. Und dann haben wir begonnen den Laden einzuräumen. Das heißt, wir haben alle Torten hingestellt, neue Eisschilder gebastelt, das Eis bereitgestellt und so weiter. Man muss wissen: Montag und Dienstag werden nur vorbestellte Torten abgeholt, erst ab Donnerstag ist der Laden für alle geöffnet.
Freitag ging es dann wieder ab zum Eis, wo es dann doch schon deutlich besser funktioniert hat als Montag. Außerdem haben wir noch neue Eisbecher beklebt und gefüllt. Und so schnell war dann auch die erste Woche vorbei.
In der zweiten Woche war alles ein wenig anders und auch entspannter. Da ich schon fast alle im Betrieb kannte und einigermaßen wusste, wo was ist, habe ich dann tatsächlich meinen eigenen kleinen Arbeitstisch bekommen, an dem ich dann direkt angefangen habe, Brownies zu machen. Danach ging es weiter mit Schoko-Cookies und schließlich mit Marmeladenkeksen. Sprich: Selbst den Teig machen, alles ausrollen, ausstechen, befüllen und so weiter.
Am nächsten Tag durfte ich in der Abteilung mit den Torten unterstützen, darauf hatte ich mich am meisten gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich konnte diese befüllen und einstreichen. Zudem habe ich noch kleine Marzipankarotten per Hand gemacht, was ehrlich gesagt ziemlich anstrengend war, aber trotzdem Spaß gemacht hat.
An meinem letzten Tag habe ich dann noch meine Kekse verpackt und war ein letztes Mal beim Eis machen.
So schnell waren zwei Wochen vorbei und ich kann ehrlich sagen, dass ich den Betrieb nur weiterempfehlen kann und es mir sehr gut gefallen hat. Unter dem Strich sind die neu eingeführten zwei Wochen Praktikum in Jahrgang 9 also sehr gewinnbringend. Ich kann allen Schülerinnen und Schülern der jetzigen 8. Klasse nur empfehlen, sich rechtzeitig um einen Platz zu kümmern, an dem man auch wirklich sein möchte.
Hier die Homepage der Konditorei, schaut doch mal vorbei:
https://www.konditorei-brinkshoff.de/
von Amilia Zerbe